Cyber Week, Black Week, Cyber Monday Woche – drei Begriffe, die je nach Händler dasselbe meinen oder auch nicht. Der November hat inzwischen so viele Rabatt-Labels, dass selbst Deal-Seiten manchmal nachschlagen müssen, was genau wann gemeint ist.
Hier geht es um die Cyber Week. Was der Begriff bedeutet (falls er überhaupt etwas Festes bedeutet), woher er kommt und wann die Cyber Week in den nächsten Jahren stattfindet. Die verwandten Themen haben eigene Ratgeber: Herkunft und Geschichte des Black Friday und Cyber Monday – Termine und Deals.
Wer keine Geschichte braucht: Cyber Week Angebote oder Alle aktuellen Angebote.
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Drei Begriffe, null Definitionen – was Cyber Week überhaupt heißt
Die kurze Antwort: Es kommt drauf an, wen man fragt.
Im engeren Sinn bezeichnet Cyber Week die Woche nach dem Black Friday – also den Zeitraum vom Black Friday selbst bis zum darauffolgenden Sonntag, manchmal auch bis zum darauffolgenden Freitag. Der Cyber Monday liegt mittendrin.
Im weiteren Sinn benutzen viele Händler „Cyber Week“ als Oberbegriff für die gesamte Rabattphase rund um Black Friday und Cyber Monday – also die kompletten zehn bis vierzehn Tage von Mitte bis Ende November. In diesem Fall ist „Cyber Week“ im Grunde ein Synonym für das, was andere Black Week nennen.
Verwirrend? Ja. Gewollt? Vermutlich auch. Je mehr Begriffe im Umlauf sind, desto öfter können Händler „Event-Preise“ ausrufen, ohne dass Kunden merken, dass es sich um denselben Aktionszeitraum handelt.
Eine offizielle Definition gibt es nicht. Kein Verband hat die Cyber Week ausgerufen, kein Datum ist festgelegt. Der Begriff ist ein Marketing-Konstrukt, das sich organisch verbreitet hat – und je nach Händler etwas anderes meint.
30 Produkte, ein kaputter Server – wie alles anfing
Die Geschichte der Cyber Week ist untrennbar mit einem einzigen Unternehmen verbunden. Ohne dessen Entscheidung, einen einzelnen Tag zu einer Woche aufzublasen, gäbe es den Begriff vermutlich nicht.
Das Experiment (2010)
2010 veranstaltete Amazon.de erstmals eine Rabattaktion zum Cyber Monday nach US-Vorbild. 30 Produkte, ein Tag, bis zu 80 % Rabatt. Kunden konnten vorher abstimmen, welche Produkte reduziert werden sollten – ein Format, das heute undenkbar wäre, damals aber für Aufmerksamkeit sorgte. Die Aktion war so erfolgreich, dass die Server zeitweise zusammenbrachen. Es gab aber auch Kritik: Die beliebtesten Produkte waren nach Sekunden vergriffen, bevor die meisten Kunden überhaupt laden konnten.
Rückblickend war 2010 ein Experiment. Niemand wusste, ob deutsche Kunden einen US-Shopping-Tag annehmen würden. Sie taten es – enthusiastischer als erwartet.
Von drei Tagen zur vollen Woche
2011 erweiterte Amazon die Aktion auf drei Tage (Montag bis Mittwoch). 350 Blitzangebote statt 30 Produkte. 2012 dann der Sprung zur vollen Woche: Vom Black Friday bis zum folgenden Freitag, acht Tage lang, 1.800 Blitzangebote. Offizieller Name: „Cyber Monday Woche“.
Das war der Moment, in dem aus einem Tag ein Zeitraum wurde. Und der Moment, in dem der Begriff „Cyber Week“ in Deutschland überhaupt erst eine Grundlage bekam – auch wenn Amazon selbst den Begriff nicht benutzte. Die Mechanik war einfach: Jeden Tag neue Blitzangebote, zeitlich begrenzt auf wenige Stunden, mit Verfügbarkeitsbalken, der in Echtzeit schrumpfte. Wer nicht schnell genug war, ging leer aus. Das erzeugte einen Dringlichkeitseffekt, den kein Werbebanner der Welt hätte replizieren können.
Andere Händler beobachteten das – und merkten: Die Kunden waren bereit, eine ganze Woche lang auf Deals zu schauen. Nicht nur einen Tag.
Dann kam die Countdown-Woche
2013 kam eine zusätzliche „Countdown-Woche“ vor der eigentlichen Cyber Monday Woche dazu. Täglich wechselnde Deals als Appetizer, bevor die Hauptaktion startete. 3.500 Blitzangebote, über eine Million Produkte. 2014 waren es bereits 5.500 Blitzangebote und 1,2 Millionen Produkte. Das Volumen ist schwer vorstellbar – 5.500 Angebote in einer Woche bedeutet, dass alle 90 Sekunden ein neues Blitzangebot startete. Rund um die Uhr.
An diesem Punkt hatte Amazon den November de facto in zwei Hälften geteilt: Countdown-Woche (ab Mitte November) und Cyber Monday Woche (Black Friday bis Cyber Monday). Andere Händler zogen nach – nicht mit demselben Branding, aber mit demselben Prinzip. Elektronik-Ketten, Modehändler, Möbelhäuser – alle begannen, ihre Rabatte über mehrere Tage zu strecken statt alles auf einen Freitag zu konzentrieren. Die Cyber Week war geboren, bevor sie einen Namen hatte.
Die Blitzangebote mit Countdown-Timer und Verfügbarkeitsbalken veränderten das Kaufverhalten dauerhaft. Kunden lernten, morgens um 9 Uhr die Deal-Seite zu öffnen und alle 15 Minuten zu refreshen. Ein Verhalten, das vorher nur Black-Friday-Camper in den USA gezeigt hatten – jetzt digital, vom Sofa aus. Damals fühlte sich das aufregend an. Heute, nach über zehn Jahren desselben Prinzips, fühlt es sich eher routiniert an. Die Mechanik funktioniert noch, aber der Nervenkitzel ist weg.
Der stille Namenswechsel ab 2018
Ein Detail, das viele übersehen: Die Aktion wurde irgendwann umbenannt. Statt „Cyber Monday Woche“ hieß sie ab circa 2018 „Black Friday Woche“. Der Grund war naheliegend – Black Friday war als Begriff in Deutschland deutlich bekannter als Cyber Monday, und nachdem der Markenstreit sich abzeichnete (und der Begriff ab 2019 als verfallen galt), konnten Händler „Black Friday“ wieder offensiver verwenden.
Ironischerweise hat die Umbenennung den Begriff „Cyber Week“ nicht getötet, sondern befreit. Solange ein großer Händler den Namen für seine eigene Aktion beanspruchte, war „Cyber Week“ quasi ein Markenname. Ohne diesen Anspruch wurde es zu dem, was es heute ist: ein generischer Begriff, den jeder benutzt, wie er will.
Der Begriff „Cyber Week“ blieb im Sprachgebrauch – als informelle Bezeichnung für den gesamten Aktionszeitraum, egal wie der einzelne Händler seine Aktion nannte. Google Trends zeigt: Die Suchanfragen für „Cyber Week“ in Deutschland steigen jedes Jahr im November, trotz der Umbenennung. Der Begriff lebt, auch ohne offiziellen Besitzer.
Black Week, Cyber Week – gibt es da noch einen Unterschied?
Kurz: Kaum. Aber die Herkunft war eine andere.
Die Black Week ist relativ klar definiert: die Woche, in der der Black Friday liegt, also Montag bis Sonntag der Thanksgiving-Woche. Der Black Friday ist der Höhepunkt, alles andere ist Aufwärmphase.
Bei der Cyber Week wird es schwieriger. Der Begriff meinte ursprünglich die Tage nach dem Black Friday – Samstag, Sonntag, dann der Cyber Monday als Abschluss. Manche Händler dehnen das bis Freitag der Folgewoche. Andere benutzen „Cyber Week“ für den gesamten November-Aktionszeitraum, also quasi als Synonym für Black Week. Und wieder andere verwenden beide Begriffe gleichzeitig für dieselbe Aktion – was das Ganze endgültig ad absurdum führt. Ein Blick in die Deal-Portale zeigt das Ausmaß: Von 40 Händlern in einem typischen Black-Friday-Deal-Feed benutzen rund die Hälfte „Black Week“, ein Viertel „Cyber Week“ und der Rest beides abwechselnd. Am selben Tag. Für dieselben Produkte.
Eine Norm gibt es nicht. Wird es auch nicht geben. Wer auf eine offizielle Abgrenzung wartet, wartet vergeblich – egal ob man „Cyber Week“, „Cyberweek“ oder „Black Week“ in die Suchleiste tippt, es kommt dasselbe raus.
Für Käufer ist das alles egal. Wirklich. Die stärksten Deals gibt es erfahrungsgemäß am Black Friday und am Cyber Monday. Alles drumherum – ob man es Black Week, Cyber Week oder „November-Rabatt-Chaos“ nennt – ist Beiwerk. Nützliches Beiwerk, mehr Vergleichszeit, aber die Spitzen liegen am Freitag und am Montag.
Wie absurd die Begriffs-Vermischung inzwischen ist: Im November 2025 bewarb ein großer Elektronik-Händler seine Aktion gleichzeitig als „Black Week Deals“ (Startseite), „Cyber Week Angebote“ (Google-Anzeige) und „Black Friday Sale“ (App-Benachrichtigung). Drei Begriffe. Eine Aktion. Dieselben Produkte. Dieselben Preise. Wen kümmert’s – Preise vergleichen, zuschlagen, fertig.
Wer den vollständigen Vergleich zwischen Black Friday und Cyber Monday sucht: Cyber Monday vs. Black Friday.
Wann ist die Cyber Week? Termine bis 2030
Die Cyber Week richtet sich nach dem Black Friday, der immer am vierten Freitag im November stattfindet. Je nach Definition beginnt die Cyber Week am Black Friday selbst oder am Montag davor und endet am Cyber Monday oder einige Tage danach.
| Jahr | Cyber Week |
|---|---|
| 2019 | 25. Nov. – 2. Dez. |
| 2020 | 23. Nov. – 30. Nov. |
| 2021 | 22. Nov. – 29. Nov. |
| 2022 | 21. Nov. – 28. Nov. |
| 2023 | 20. Nov. – 27. Nov. |
| 2024 | 25. Nov. – 2. Dez. |
| 2025 | 24. Nov. – 1. Dez. |
| 2026 | 23. Nov. – 30. Nov. |
| 2027 | 22. Nov. – 29. Nov. |
| 2028 | 20. Nov. – 27. Nov. |
| 2029 | 19. Nov. – 26. Nov. |
| 2030 | 25. Nov. – 2. Dez. |
Die Tabelle orientiert sich am gängigsten Format: Montag der Thanksgiving-Woche bis Cyber Monday. Weil es keine offizielle Definition gibt, legt jeder Händler den Zeitraum etwas anders fest – manche starten am Montag vor dem Black Friday, manche erst am Black Friday selbst. Die Black-Friday-Termine stehen im eigenen Ratgeber.
Von 30 auf 5.500 – die Eskalation in Zahlen
Weil die Cyber Week in Deutschland im Wesentlichen eine Erfindung von Amazon ist, lohnt sich der Blick auf die Entwicklung der Aktionen. Nicht weil es um Amazon geht – sondern weil die Entscheidungen dort den gesamten Markt geprägt haben.
| Jahr | Aktionsname | Dauer | Umfang |
|---|---|---|---|
| 2010 | Cyber Monday | 1 Tag | 30 Produkte, bis zu 80 % Rabatt |
| 2011 | Cyber Monday | 3 Tage | 350 Blitzangebote |
| 2012 | Cyber Monday Woche | 8 Tage | 1.800 Blitzangebote |
| 2013 | Cyber Monday Woche + Countdown | ~14 Tage | 3.500 Blitzangebote, 1 Mio. Produkte |
| 2014 | Cyber Monday Woche + Countdown | ~14 Tage | 5.500 Blitzangebote, 1,2 Mio. Produkte |
| ~2018 | Black Friday Woche | 8-10 Tage | Umbenennung, gleiche Mechanik |
| 2024-2025 | Black Friday Week | ~10 Tage | Hunderttausende Angebote |
Was die Tabelle zeigt: Von 1 Tag und 30 Produkten (2010) zu 14 Tagen und Millionen Produkten (2014) in vier Jahren. Das ist eine Verhundertfachung in beiden Dimensionen. Kein anderes Shopping-Event in Deutschland hat eine vergleichbare Wachstumsgeschwindigkeit hingelegt – nicht der Prime Day, nicht die Frühlingsangebote.
Was die Tabelle nicht zeigt: die Nebenwirkungen. Die Blitzangebote mit Countdown-Timer haben ein ganzes Ökosystem aus Deal-Seiten, Preisalarm-Apps und Schnäppchen-Communities entstehen lassen. Portale wie blackfriday.de (gegründet 2012) oder mydealz existieren heute in dieser Form, weil die Cyber Monday Woche 2012 gezeigt hat, dass Kunden bereit sind, eine ganze Woche lang alle 15 Minuten nach neuen Deals zu schauen. Das war der Proof of Concept für den gesamten Deal-Markt in Deutschland. Ohne die Entscheidung, aus einem Tag eine Woche zu machen, hätte es diese Infrastruktur so nicht gegeben – und die Cyber Week wäre ein vergessener Marketing-Versuch geblieben statt ein fester Bestandteil des deutschen Shopping-Kalenders.
Cybercafé, Cyberangriff, Cyberschnäppchen
Wo es gerade um Namen geht. „Cyber“ klingt nach den späten 1990ern. Cybercafé, Cyberspace, Cyber-Irgendwas. Als der Cyber Monday 2005 in den USA erfunden wurde, war „Cyber“ noch ein halbwegs aktueller Begriff für „das Internet“. 2026 klingt er wie ein Relikt aus einer Zeit, in der man „im Internet surfen“ sagte und AOL-CDs im Briefkasten lagen.
Trotzdem hat sich der Name gehalten. Vermutlich, weil niemand einen besseren gefunden hat. „Online Monday“ wäre treffender, aber weniger markant. „Digital Week“ zu generisch. „Cyber“ bleibt, weil es einprägsam ist – nicht weil es noch Sinn ergibt. Ähnlich wie das Disketten-Symbol für „Speichern“ in Software. Keiner benutzt noch Disketten, aber jeder versteht das Symbol.
In Deutschland kommt dazu: „Cyber“ wird hier inzwischen stärker mit „Cyberkriminalität“ und „Cyberangriff“ assoziiert als mit Shopping. Die Bundeswehr hat ein Kommando Cyber- und Informationsraum, das BSI warnt vor Cyberbedrohungen – und dann soll man bei „Cyber Week“ an Schnäppchen denken? Der Name trägt eine seltsame Doppelbedeutung, die niemand bewusst geplant hat. Aber er funktioniert trotzdem, weil er im November-Kontext eindeutig ist. Niemand googelt „Cyber Week“ im November und erwartet Informationen über IT-Sicherheit. Im Januar vielleicht – im November garantiert nicht.
Freitag kaufen, Montag nochmal – der Ablauf
In den USA war die Sache mal klar sortiert: Black Friday = Laden, Cyber Monday = Internet, Cyber Week = Verlängerung online. Diese Trennung existiert nicht mehr – in den USA nicht, und in Deutschland hat sie nie existiert, weil der Black Friday hier von Anfang an ein Online-Event war.
Die meisten Händler starten ihre Aktionen zur Black Week (Montag vor dem Black Friday) und lassen sie über den Cyber Monday hinaus laufen. Die „Cyber Week“ ist dann die zweite Hälfte dieses Zeitraums. Manche Deals werden verlängert, manche verschwinden, neue kommen dazu.
Laut Statistischem Bundesamt lag der Online-Umsatz im November 2024 real 9,7 % über dem Vorjahresmonat – maßgeblich wegen der Aktionsphase von Black Week bis Cyber Monday. Laut Branchenangaben generierte der Cyber Monday 2016 in Deutschland einen Pro-Kopf-Umsatz von 120 Euro, der Black Friday 170 Euro. Weniger, ja. Irrelevant? Nein. Aktuelle Cyber Week Deals zeigen: Der Montag holt auf.
Am Wochenende zwischen Black Friday und Cyber Monday passiert übrigens mehr als man denkt. Samstags und sonntags tauchen regelmäßig Nischen-Angebote auf, die in der Masse des Freitags untergegangen sind. Keine Blockbuster – aber wer etwas Bestimmtes sucht, wird manchmal genau dann fündig. Der Grund ist simpel: Händler rotieren ihre Angebote, und was am Freitag um 18 Uhr ausgelaufen ist, wird am Samstag durch etwas Neues ersetzt. Nicht schlechter, nur anders. Wer am Wochenende 20 Minuten investiert und die Deal-Seiten durchscrollt, findet gelegentlich Sachen, die am Montag schon wieder weg sind.
Ein Mythos, den man gleich miträumen kann: Cyber-Week-exklusive Produkte gibt es nicht. Kein Händler hält Ware zurück, um sie erst nach dem Black Friday rauszurücken. Die Deals sind verlängerte Black-Friday-Angebote, Restbestände mit neuem Preisschild, oder leicht veränderte Bundles – selbes Gerät, andere Tasche dabei. Wer am Freitag ein Produkt verpasst hat, prüft am Montag nochmal. Komplett andere Preisniveaus kommen aber nicht. Wer am Black Friday 200 Euro für einen Saugroboter zahlen konnte, wird am Cyber Monday vielleicht 210 zahlen – nicht 150.
Zweite Chance nach dem Black Friday
Lohnt sich die Cyber Week? Falsche Frage. Die richtige: Lohnt sich das Produkt zum angezeigten Preis?
Die Omnibus-Richtlinie macht das seit 2022 einfacher – Händler müssen den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage anzeigen. Wer den sieht und trotzdem zu viel zahlt, hat nur sich selbst zu verantworten.
Konkret zur Cyber Week: Wer am Black Friday ein Produkt im Auge hatte, aber gezögert hat – am Cyber Monday gibt es den gleichen Deal oft nochmal. Nicht immer. Aber oft genug. Das Risiko: Beliebte Sachen können am Wochenende ausverkauft sein. Wer auf Nummer sicher gehen will, schlägt am Freitag zu. Wer entspannter shoppen will, wartet auf den Montag und akzeptiert, dass das Wunschprodukt weg sein könnte.
Der eigentliche Vorteil der Cyber Week ist Tempo. Am Black Friday wechseln Blitzangebote im Stundentakt. In der Cyber Week laufen Deals oft 24 Stunden oder länger. Weniger Hektik, bessere Entscheidungen. Wer am Freitag arbeiten muss – und das sind die meisten, es ist schließlich ein normaler Arbeitstag in Deutschland – hat am Montag nochmal die Chance. Oder am Wochenende dazwischen, wenn die Rotation neue Angebote bringt.
Black Friday Tipps gelten genauso. Typische Fehler beim Online-Shopping gelten auch. Und wer ein Angebot findet, das zu schön klingt: Fake-Shops erkennen.
Die letzten zwei Cyber Weeks im Rückblick
Erstmal die Größenordnung, damit klar ist, worum es geht. Laut Branchendaten gaben Online-Shopper in Deutschland 2024 an Black Friday und Cyber Monday zusammen rund 5,9 Milliarden Euro aus (Prognose HDE). Wie viel davon Cyber Week war? Keine Ahnung. Kann niemand sagen, weil die Händler den gesamten Zeitraum als eine Aktion fahren und die Umsätze nicht nach Wochentagen aufschlüsseln. Der Anteil am Weihnachtsgeschäft: von 2,1 % im Jahr 2017 auf 4,9 % im Jahr 2024. Fast jeder zwanzigste Euro. Klingt wenig, sind aber fast 6 Milliarden.
2024 war jedenfalls das erste Jahr ohne Markenstreit – und das merkte man. Mehr Händler, offensivere Bewerbung, die Labels verloren endgültig ihre Bedeutung. Wer 2024 am Cyber Monday zugeschlagen hat, konnte bei Kopfhörern, Saugrobotern und Streaming-Geräten Rabatte finden, die dem Black-Friday-Niveau entsprachen. Teilweise darüber, weil Händler Restbestände abverkauften. Das Klischee, die Cyber Week biete nur Reste? Stimmt nicht. Die Reste sind oft identisch mit den Black-Friday-Deals – nur drei Tage später und mit weniger Andrang.
Ein Jahr später, November 2025, dann die Bestätigung: Die Grenze zwischen Black Week und Cyber Week existiert in der Praxis nicht mehr. Viele Händler haben vom 21. November bis zum 1. Dezember durchgehend Aktionspreise gefahren – ohne Unterscheidung, welche Phase gerade offiziell lief. Was auffiel: Die Rabatte am Cyber Monday waren in manchen Kategorien stärker als am Black Friday. Bei Software, Streaming-Abos und digitalen Produkten – also genau den Kategorien, für die der Cyber Monday ursprünglich erfunden wurde – lagen die Nachlässe teilweise über dem Black-Friday-Niveau. Bei Technik-Hardware war es umgekehrt. Der Black Friday bleibt für physische Produkte der stärkere Tag.
Was beide Jahre gemeinsam zeigen: Der Cyber Monday hat sich zu einem eigenständigen Schnäppchen-Termin entwickelt, mit eigenen Stärken bei digitalen Produkten. Die Cyber Week drumherum nimmt den Druck aus dem Black Friday. Wer am Freitag keine Zeit hatte oder sich nicht entscheiden konnte, bekommt am Montag eine zweite Gelegenheit – nicht immer auf dasselbe Produkt, aber in derselben Preisklasse. Und ehrlich gesagt: Wer samstags in Ruhe vergleichen kann statt freitags im Stundentakt Blitzangebote zu jagen, trifft die besseren Entscheidungen. Aktuelle Angebote: Cyber Week Deals.
Stirbt der Begriff – oder der einzelne Tag?
Beides. „Cyber Week“ als eigenständiger Begriff wird verschwinden – oder besser: er wird in „Black November“ oder was auch immer aufgehen. Der Aktionszeitraum bleibt, die Labels wechseln. Den meisten Käufern ist das jetzt schon egal, und den Händlern war es nie wichtig.
Die Aktionszeiträume werden weiter wachsen. 2010 ein Tag, 2014 zwei Wochen, 2025 elf Tage – wobei „elf Tage“ in der Praxis eher drei Wochen waren, weil die Pre-Black-Friday-Deals immer früher starten. Manche Händler haben 2025 schon Anfang November mit „Early Cyber Deals“ geworben. Irgendwann fangen sie im Oktober an, und dann ist der gesamte Herbst ein einziges Rabatt-Event. Ob der einzelne Tag „Cyber Monday“ dann noch eine Rolle spielt, hängt davon ab, ob Händler ihn weiter als Deal-Höhepunkt vermarkten oder ob er in der Masse untergeht. Wahrscheinlich Ersteres – der Montag als zweiter Spike nach dem Freitag hat einen klaren Nutzen: Er verlängert die Aufmerksamkeit um ein Wochenende.
Was sich vielleicht ändert: Die Blitzangebote mit Countdown-Timer, die 2012 die Cyber Week geprägt haben, fühlen sich 2026 schon etwas abgenutzt an. Personalisierte Deals, Vorab-Zugänge für Bestandskunden, algorithmische Preisgestaltung – da tut sich was, aber ob das die Cyber Week grundlegend verändert oder nur die Mechanik dahinter, lässt sich heute noch nicht sagen. Was feststeht: Der November ist und bleibt einer der umsatzstärksten Shopping-Monate. Der Spar-Kalender zeigt, wann im Jahr welche Kategorie am günstigsten ist – manchmal ist das eben nicht November, sondern der langweilige März.
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Häufige Fragen zur Cyber Week
Was ist die Cyber Week?
Die Cyber Week bezeichnet den Aktionszeitraum rund um Black Friday und Cyber Monday – je nach Händler die Woche nach dem Black Friday oder die gesamte Rabattphase von Mitte bis Ende November. Eine offizielle Definition gibt es nicht.
Wann ist die Cyber Week 2026?
Die Cyber Week 2026 findet voraussichtlich vom 23. November bis 30. November statt. Der Black Friday ist am 27. November, der Cyber Monday am 30. November.
Wann ist die Cyber Week 2027?
Die Cyber Week 2027 fällt voraussichtlich auf den 22. bis 29. November. Der Black Friday ist am 26. November.
Was ist der Unterschied zwischen Cyber Week und Black Week?
Ursprünglich bezeichnete Black Week die Woche des Black Friday und Cyber Week die Woche danach. Inzwischen verwenden die meisten Händler beide Begriffe synonym. Ausführlich: Black Week Geschichte.
Wann gibt es die besten Deals in der Cyber Week?
Am Black Friday und am Cyber Monday. Die Tage dazwischen bieten ebenfalls Rabatte, aber die stärksten Angebote konzentrieren sich auf den Freitag und den Montag.
Ist Cyber Week und Amazon Cyber Week dasselbe?
Nicht ganz. Die „Amazon Cyber Monday Woche“ (später „Black Friday Woche“) war Amazons eigene Aktion, die 2010 als Cyber-Monday-Event startete und zur Woche ausgebaut wurde. Der allgemeine Begriff „Cyber Week“ wird heute händlerübergreifend für den gesamten Aktionszeitraum verwendet.
Seit wann gibt es die Cyber Week in Deutschland?
Der Vorläufer – die Amazon Cyber Monday Woche – startete 2012 als einwöchige Aktion. Der allgemeine Begriff „Cyber Week“ verbreitete sich ab circa 2014-2015, als auch andere Händler den Aktionszeitraum auf eine volle Woche oder länger ausdehnten.
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